Wer ist das überhaupt?

Wie ich bereits erwähnte, ist mein Name Lars Neger. Ich wurde 1980 in einem relativ unbedeutenden Ort namens Jülich geboren und wuchs die nächsten Jahre in dem noch unbedeutenderen Ort Aldenhoven auf. Wer nicht weiß, wo diese Metropolen liegen, hat zwar nicht sonderlich viel verpasst, aber der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass sie zwischen Köln und Aachen liegen. Womit das Beste beider Orte auch schon erwähnt wurde.

Auf den mehr oder minder erfolgleichen Besuch der Realschule folgte der wesentlich weniger erfolgreiche Gang in die Oberstufe eines Technischen Gymnasiums. Wer eins und eins zusammenzählen kann (womit ich meine Schwierigkeiten habe) findet den Fehler an diesem Vorhaben bereits im ersten Satz. Es gab also kein Abitur, sondern den Startschuss in ein munteres Pendeln zwischen verschiedenen Berufen. Vom Buchhändler bis zum Zeitsoldaten war so ziemlich alles dabei, was man ohne großes mathematisches Talent für Geld machen kann. Ganz aktuell kehre ich übrigens meinem eigentlichen Beruf (Buchhändler eben) den Rücken zu und schule zum Mediengestalter Digital/Print um. Amazon sei Dank, sieht die Zukunft des Buchhändlers ja eher nach Lagerarbeit aus.

In meiner nicht ganz so üppigen Freizeit fasziniert mich seit Kindheitstagen der Fußball. Meine Leidenschaft gehört dabei dem 1. FC Köln, was eine ganz gute Schule fürs Leben ist, wenn es darum geht, Niederlagen und Rückschläge zu verkraften. Mit Newcastle United in der Premier League gehe ich schon einmal fremd, wenn das Elend am Rhein kaum noch auszuhalten ist. Ansonsten bin ich immer für einen guten Film (seltenes Gut) oder ein noch besseres Buch zu haben. Musik habe ich früher auch einmal gemacht. Also bevor sich die Erkenntnis durchsetzte, dass das nicht unbedingt zu meinen Stärken gehört. Heute belasse ich es lieber beim Musikhören, wobei mir nicht alles auf die Ohren kommt. Tatsächlich bin ich relativ auf (im weitesten Sinne) Rockmusik festgefahren. Das kann eine Menge irgendwo zwischen Rise Against und Bullet For My Valentine beinhalten. Mit Mogwai oder Massive Attack befriedige ich hin und wieder auch das Elektronische in mir.

Zum Schreiben bin ich übrigens durch den Abbruch meiner bereits oben erwähnten, erfolglos verlaufenden Punkmusiker-Karriere gekommen. Den ersten Roman habe ich mit Anfang Zwanzig eher aus Langeweile und einem nicht gänzlich zu erklärenden Kreativitätsschub versucht, bin damit natürlich gescheitert, auf Kurzgeschichten umgestiegen, ein paar in Anthologien veröffentlicht und habe 2012 dann schließlich meinen ersten Roman AREON - DER WEG DES SCHWERTES beim Ammianus Verlag auf den Markt gebracht. Seit Ende 2013 werde ich durch die Arrowsmith Agency in Hamburg vertreten. Ob mein Talent beim Schreiben dann am Ende größer ist als das Musikalische, weiß ich nicht. Sollen andere beurteilen. Beschwert hat sich zumindest noch niemand. Könnte aber auch daran liegen, dass die Schreiberei wenigstens nicht die Nachbarn stört ...